Ratgeber

Partogramm Hebamme

Partogramm digital führen: Beleg- und Hausgeburt

Ruhiger heller Geburtsraum mit Gymnastikball und Wanduhr, auf einem Hocker liegt ein Tablet mit einer sanften Kurve.

Ein Partogramm ist die Kurve, die zeigt, wie eine Geburt vorangeht. Wenn du sie führst, hältst du den Verlauf so fest, dass du den Fortschritt jederzeit ablesen kannst. Bei Beleg- und Hausgeburten schreibst du dafür nicht nur das Ergebnis auf. Du hältst auch fest, wie sich die Muttermundweite, die Wehen und die kindlichen Herztöne über die Zeit verändern. Genau diesen Verlauf bildet uwupa ab, neben dem Geburtsergebnis.

Was im Geburtsverlauf festgehalten wird

Zu jeder Betreuung kannst du so viele Einträge anlegen, wie du brauchst. Jeder Eintrag bekommt eine Uhrzeit und hält den Zustand in diesem Moment fest. So zeigt die Reihe der Einträge nachvollziehbar, wie die Geburt voranschreitet.

  • Muttermundweite und Höhenstand des vorangehenden Teils.
  • Wehenfrequenz und kindliche Herztöne.
  • Mütterlicher Blutdruck, Puls und Temperatur.
  • Fruchtwasser sowie Maßnahme oder Medikament.

Vom Eintrag zur Kurve

Aus deinen Einträgen mit Uhrzeit zeichnet uwupa das Partogramm. Das ist die Kurve, die zeigt, wie sich Muttermund und Höhenstand über die Zeit öffnen und senken. Darüber liegt die aus dem Papier-Partogramm gewohnte Orientierungslinie nach WHO-Schema. An ihr ordnest du selbst ein, wie der Verlauf im Vergleich zur Konvention liegt; uwupa wertet nichts und meldet nichts. Diese Linie beginnt bei 4 cm Muttermundweite und steigt mit 1 cm pro Stunde. Neben der Kurve findest du eine Tabelle mit allen Einträgen.

Für die Geburtsakte kannst du den Verlauf ausdrucken oder als CSV-Datei exportieren. Eine CSV-Datei kannst du zum Beispiel in einer Tabellenkalkulation öffnen. So legst du den Verlauf ab oder gibst ihn weiter, ohne dass du Werte abschreiben musst. Was bei einer außerklinisch geplanten Geburt zusätzlich zu melden ist, liest du im Beitrag zur QUAG-Perinatalerhebung.

Wie uwupa das einordnet

Den Verlauf siehst du nur bei einer Geburtsbegleitung, also genau dort, wo ein Partogramm hingehört. Die Messwerte speichert uwupa im Klartext, damit sie für die Kurve und die Tabelle nutzbar bleiben. Maßnahmen und Notizen speichert uwupa dagegen verschlüsselt. Alle klinischen Werkzeuge sind in jeder Tarifstufe enthalten. Die Verlaufsdokumentation steht dir also offen, egal welchen Tarif du gewählt hast. Wie es nach der Geburt weitergeht, liest du im Beitrag zur Wochenbett-Dokumentation.

Häufige Fragen

Wie führe ich als Hebamme ein Partogramm bei einer Hausgeburt digital?
Du legst zu jeder Betreuung Einträge mit Uhrzeit an. Darin hältst du Muttermundweite, Höhenstand, Wehenfrequenz, kindliche Herztöne und weitere Werte fest. Daraus zeichnet uwupa die Eröffnungs- und Senkungskurve und zeigt sie neben einer Tabelle an. Das geht bei Beleg- und Hausgeburten gleichermaßen.
Was bedeutet die Orientierungslinie nach WHO-Schema im Partogramm?
Die Linie ist dieselbe Konvention wie auf dem Papier-Partogramm: Sie beginnt bei 4 cm Muttermundweite und steigt mit 1 cm pro Stunde. Deine Eröffnungskurve liest du selbst gegen diese Linie; die fachliche Einordnung des Verlaufs bleibt bei dir, uwupa wertet nichts und meldet nichts.
Kann ich den dokumentierten Geburtsverlauf für die Geburtsakte ausgeben?
Ja. Für die Geburtsakte kannst du den Verlauf ausdrucken oder als CSV-Datei exportieren. So legst du ihn ab oder gibst ihn weiter, ohne dass du Werte von Hand übertragen musst.

Das nimmt dir uwupa ab

Den Papierkram dahinter übernimmt uwupa: Du hältst deine Besuche fest, die fertige Rechnung für die Kasse entsteht daraus. Abbuchung erst nach dem Test, bei monatlicher Zahlweise jeden Monat kündbar.

Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich ist der jeweils geltende Vertragsstand des Hebammenhilfevertrags nach § 134a SGB V.

Quellen dieses Beitrags:

  • WHO-Partogramm-Schema (Orientierungslinie mit 1 cm je Stunde ab 4 cm Muttermundweite)

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