Ratgeber

Wochenbett Dokumentation Hebamme

Wochenbett dokumentieren: Gewichtskurve und Verlauf

Zusammengelegtes Mulltuch, kleine gestrickte Schühchen und eine Babywaage auf einer hellen Fläche.

In der Wochenbett-Dokumentation als Hebamme zählt vor allem der Verlauf. Erst die Reihe der einzelnen Besuche zeigt, ob sich Rückbildung, Wundheilung und das Gedeihen des Kindes gut entwickeln. Dieser Beitrag zeigt dir, welche Befunde du bei jedem Besuch festhältst. Du erfährst, wie eine Gewichtskurve und ein Körperschema den Verlauf sichtbar machen. Und worauf es bei der Datenhaltung ankommt.

Was du je Besuch festhältst

Im Wochenbett betreust du zwei Menschen auf einmal. Mutter und Kind haben jeweils ihren eigenen Verlauf. Darum ist es sinnvoll, die Befunde je Besuch in zwei getrennten Spuren zu führen, eine für die Mutter und eine für das Kind. So siehst du beim Durchblättern leicht, was sich von Tag zu Tag verändert hat.

Bei der Mutter halten Hebammen üblicherweise fest:

  • Rückbildung beziehungsweise Fundusstand
  • Lochien
  • Wundheilung
  • Stillen
  • Stimmung

Beim Kind stehen andere Beobachtungen im Vordergrund:

  • Gewicht
  • Ikterus
  • Trinkverhalten

Jeder Besuch gehört zeitnah in die Akte, auch wenn alles unauffällig war, denn nach der Dokumentationspflicht der Hebamme ist ein Befund ohne Besonderheiten ebenfalls ein Ergebnis. Das Wochenbett reicht vom Tag der Geburt bis zum Ende der zwölften Lebenswoche. Über diese ganze Zeit ergibt die Reihe der einzelnen Befunde ein Bild, das ein einzelner Besuch allein nicht zeigt. Was schon vor dem ersten Wochenbettbesuch in der Akte steht, hältst du in der Anamnese im Erstgespräch fest. Wie die Stillbegleitung in diesen zwölf Wochen und danach abgerechnet wird, steht im Beitrag zur Abrechnung der Stillberatung.

Gewichtskurve und Körperschema

Das Gewicht des Kindes lässt sich am klarsten als Verlauf lesen. Trägst du die einzelnen Werte in eine Gewichtskurve ein, siehst du den ersten Abfall und das spätere Aufholen auf einen Blick. Du musst dann nicht mehr einzelne Zahlen im Kopf vergleichen. Worauf es beim vergleichbaren Wiegen ankommt, liest du im Beitrag Gewicht beim Neugeborenen dokumentieren.

Für Beobachtungen an einer bestimmten Stelle hilft ein interaktives Körperschema, also eine anklickbare Körperzeichnung. Damit ordnest du eine Beobachtung genau der Stelle zu, an der du sie gesehen hast, zum Beispiel bei der Wundheilung. Später ist so klar, worauf sich ein Eintrag bezog, ohne dass du es umständlich in Worten beschreiben musst.

Wie uwupa das übernimmt

In uwupa trägst du die Verlaufsbefunde je Besuch in den genannten zwei Spuren ein, eine für die Mutter und eine für das Kind. Die Gewichtswerte laufen in eine Gewichtskurve. Ein interaktives Körperschema bindet Beobachtungen an die jeweilige Stelle. Auffällige Befunde der letzten 14 Tage erscheinen auf der Startseite. So behältst du den laufenden Wochenbettverlauf im Blick, ohne jede Akte einzeln zu öffnen. Wie die Akte insgesamt aussieht, vom Besuch am Handy bis zur Vertretungsmappe, zeigt die Seite zur digitalen Dokumentation für Hebammen.

Bei der Datenhaltung trennt uwupa bewusst. Messwerte wie das Gewicht liegen im Klartext, also unverschlüsselt, und sind so auswertbar. Den EPDS-Wert und das Wohlbefinden der Mutter speichert uwupa verschlüsselt. Name, Anschrift, Geburtsdatum und Versichertennummer der Frau liegen verschlüsselt. Deine Beobachtungen im Freitext liegen verschlüsselt. So bleibt der Verlauf als Kurve nutzbar, und die Worte, die du zu einer Frau notierst, bleiben geschützt.

Häufige Fragen

Welche Befunde gehören je Wochenbettbesuch in die Dokumentation?
Bei der Mutter Rückbildung beziehungsweise Fundusstand, Lochien, Wundheilung, Stillen und Stimmung. Beim Kind Gewicht, Ikterus und Trinkverhalten. Führst du beides als getrennte Spuren, bleibt der Verlauf beider Personen über die Zeit vom Tag der Geburt bis zum Ende der zwölften Lebenswoche nachvollziehbar.
Wofür dient die Gewichtskurve in der Wochenbett-Dokumentation?
Die Gewichtskurve zeigt die Gewichtsentwicklung des Kindes als Verlauf. So musst du nicht einzelne Werte vergleichen. Den ersten Abfall und das spätere Aufholen siehst du auf einen Blick.
Sind die Wochenbettbefunde in uwupa verschlüsselt?
Beobachtungen im Freitext liegen verschlüsselt, ebenso der EPDS-Wert und das Wohlbefinden der Mutter. Messwerte wie das Gewicht liegen bewusst im Klartext, also unverschlüsselt. Name, Anschrift, Geburtsdatum und Versichertennummer der Frau liegen verschlüsselt. Die Messwerte bleiben so als Verlauf auswertbar.

Das nimmt dir uwupa ab

Den Papierkram dahinter übernimmt uwupa: Du hältst deine Besuche fest, die fertige Rechnung für die Kasse entsteht daraus. Abbuchung erst nach dem Test, bei monatlicher Zahlweise jeden Monat kündbar.

Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich ist der jeweils geltende Vertragsstand des Hebammenhilfevertrags nach § 134a SGB V.

Quellen dieses Beitrags:

  • Hebammenhilfevertrag nach § 134a SGB V, Anlage 1.1 § 5 (Begriffsbestimmungen: frühes Wochenbett bis zum 10. Lebenstag, spätes Wochenbett bis zur vollendeten 12. Lebenswoche), Stand 01.04.2026
  • Hebammenhilfevertrag nach § 134a SGB V, Anlage 1.2 Leistungsbeschreibung (Leistungsinhalte der Hilfeleistungen im Wochenbett bei Mutter und Kind), Stand 01.04.2026

Begriffe aus diesem Beitrag im Lexikon

Weiterlesen