Wochenbett dokumentieren: Gewichtskurve und Verlauf

In der Wochenbett-Dokumentation als Hebamme zählt vor allem der Verlauf. Erst die Reihe der einzelnen Besuche zeigt, ob sich Rückbildung, Wundheilung und das Gedeihen des Kindes gut entwickeln. Dieser Beitrag zeigt dir, welche Befunde du bei jedem Besuch festhältst. Du erfährst, wie eine Gewichtskurve und ein Körperschema den Verlauf sichtbar machen. Und worauf es bei der Datenhaltung ankommt.
Was du je Besuch festhältst
Im Wochenbett betreust du zwei Menschen auf einmal. Mutter und Kind haben jeweils ihren eigenen Verlauf. Darum ist es sinnvoll, die Befunde je Besuch in zwei getrennten Spuren zu führen, eine für die Mutter und eine für das Kind. So siehst du beim Durchblättern leicht, was sich von Tag zu Tag verändert hat.
Bei der Mutter halten Hebammen üblicherweise fest:
- Rückbildung beziehungsweise Fundusstand
- Lochien
- Wundheilung
- Stillen
- Stimmung
Beim Kind stehen andere Beobachtungen im Vordergrund:
- Gewicht
- Ikterus
- Trinkverhalten
Das Wochenbett reicht von Tag 0 bis Tag 84. Über diese ganze Zeit ergibt die Reihe der einzelnen Befunde ein Bild, das ein einzelner Besuch allein nicht zeigt. Was schon vor dem ersten Wochenbettbesuch in der Akte steht, hältst du in der Anamnese im Erstgespräch fest.
Gewichtskurve und Körperschema
Das Gewicht des Kindes lässt sich am klarsten als Verlauf lesen. Trägst du die einzelnen Werte in eine Gewichtskurve ein, siehst du den ersten Abfall und das spätere Aufholen auf einen Blick. Du musst dann nicht mehr einzelne Zahlen im Kopf vergleichen. Worauf es beim vergleichbaren Wiegen ankommt, liest du im Beitrag Gewicht beim Neugeborenen dokumentieren.
Für Beobachtungen an einer bestimmten Stelle hilft ein interaktives Körperschema, also eine anklickbare Körperzeichnung. Damit ordnest du eine Beobachtung genau der Stelle zu, an der du sie gesehen hast, zum Beispiel bei der Wundheilung. Später ist so klar, worauf sich ein Eintrag bezog, ohne dass du es umständlich in Worten beschreiben musst.
Wie uwupa das übernimmt
In uwupa trägst du die Verlaufsbefunde je Besuch in den genannten zwei Spuren ein, eine für die Mutter und eine für das Kind. Die Gewichtswerte laufen in eine Gewichtskurve. Ein interaktives Körperschema bindet Beobachtungen an die jeweilige Stelle. Auffällige Befunde der letzten 14 Tage erscheinen auf der Startseite. So behältst du den laufenden Wochenbettverlauf im Blick, ohne jede Akte einzeln zu öffnen.
Bei der Datenhaltung trennt uwupa bewusst. Messwerte wie das Gewicht liegen im Klartext, also unverschlüsselt, und sind so auswertbar. Ohne die verschlüsselte Identität kann man sie keiner Person zuordnen. Deine Beobachtungen im Freitext liegen verschlüsselt. So bleibt der Verlauf als Kurve nutzbar, und die Worte, die du zu einer Frau notierst, bleiben geschützt.
Häufige Fragen
Welche Befunde gehören je Wochenbettbesuch in die Dokumentation?
Wofür dient die Gewichtskurve in der Wochenbett-Dokumentation?
Sind die Wochenbettbefunde in uwupa verschlüsselt?
Das nimmt dir uwupa ab
Den Papierkram dahinter übernimmt uwupa: Du hältst deine Besuche fest, die fertige Rechnung für die Kasse entsteht daraus. Abbuchung erst nach dem Test, bei monatlicher Zahlweise jeden Monat kündbar.
Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich ist der jeweils geltende Vertragsstand des Hebammenhilfevertrags nach § 134a SGB V.
Quellen dieses Beitrags:
- Hebammenhilfevertrag nach § 134a SGB V, Anlage 1.1 § 5 (Begriffsbestimmungen: frühes Wochenbett bis zum 10. Lebenstag, spätes Wochenbett bis zur vollendeten 12. Lebenswoche), Stand 01.04.2026
- Hebammenhilfevertrag nach § 134a SGB V, Anlage 1.2 Leistungsbeschreibung (Leistungsinhalte der Hilfeleistungen im Wochenbett bei Mutter und Kind), Stand 01.04.2026
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