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Wochenbettbetreuung Hebamme

Wochenbettbetreuung: So hilft die Hebamme zu Hause

Junge Hebamme sitzt mit einer Mutter und ihrem Neugeborenen in einem hellen, gemuetlichen Wohnzimmer.

Die ersten Wochen mit deinem Kind sind besonders und ziemlich neu. Dein Körper erholt sich von der Geburt, das Stillen will sich einspielen, und tausend kleine Fragen tauchen auf. Genau dafür gibt es die Wochenbettbetreuung durch eine Hebamme. Sie kommt zu dir nach Hause, du musst nirgendwo hin. In diesem Beitrag liest du, was die Hebamme im Wochenbett macht, wie oft sie kommt, was es dich kostet und wie du rechtzeitig eine findest.

Was die Hebamme im Wochenbett für dich tut

Im Wochenbett begleitet die Hebamme dich und dein Kind in den ersten Wochen nach der Geburt, in der Regel bei dir zu Hause. Sie achtet auf die Rückbildung der Gebärmutter, schaut nach Geburtsverletzungen oder der Kaiserschnittnaht, hilft beim Stillen oder Füttern, kontrolliert das Gewicht deines Kindes und pflegt den Nabel. Dazu kommen Anleitung zur Säuglingspflege, Beratung und ein offenes Ohr für alles, was dich gerade beschäftigt.

Auch die Geburt selbst darf Thema sein. Viele Frauen möchten das Erlebte in Ruhe nachbesprechen, gerade wenn nicht alles so lief wie geplant. Die Hebamme erinnert dich außerdem an die anstehenden Untersuchungen deines Kindes und achtet darauf, wie es dir seelisch geht. Merkst du zwischen den Besuchen, dass es dir oder deinem Kind nicht gut geht, ruf deine Hebamme an oder wende dich an deine Frauenärztin oder Kinderärztin. In dringenden Notfällen gilt wie immer die 112.

Wie oft die Hebamme zu dir kommt

In den ersten zehn Lebenstagen deines Kindes übernimmt die gesetzliche Kasse bis zu 20 Kontakte mit deiner Hebamme, tägliche Besuche sind möglich, an einzelnen Tagen auch ein zweiter Kontakt, etwa per Video. Vom elften Lebenstag bis zwölf Wochen nach der Geburt kommen bis zu 16 weitere Betreuungstage dazu. Bei Still- oder Ernährungsschwierigkeiten begleitet dich die Hebamme auch danach weiter. So sieht es der Hebammenhilfevertrag vor, der seit April 2026 gilt.

Diese Zahlen sind dein Anspruch gegenüber der Kasse, also der Rahmen, den sie höchstens übernimmt. Wie oft die Hebamme tatsächlich kommt, stimmt ihr gemeinsam ab, je nachdem, was du und dein Kind gerade brauchen. Am Anfang sind die Besuche meist dichter, später werden die Abstände größer. Neben dem Hausbesuch gehören auch eine Beratung per Video oder eine kurze telefonische Beratung zur Wochenbettbetreuung.

Für Still- und Ernährungsfragen gilt ein längerer Zeitraum. Ab der dreizehnten Lebenswoche übernimmt die Kasse bis zu acht weitere Termine, bei Stillschwierigkeiten bis zum Ende der Abstillphase, bei Ernährungsproblemen deines Kindes bis zum Ende des neunten Lebensmonats. Und wenn das alles nicht reicht, kann deine Ärztin oder dein Arzt zusätzliche Hilfe durch die Hebamme anordnen.

Was dich die Wochenbettbetreuung kostet

Bist du gesetzlich versichert, kostet dich die Wochenbettbetreuung im Rahmen deines Anspruchs in aller Regel nichts. Die Hebamme rechnet die Leistungen der Hebammenhilfe direkt mit deiner Krankenkasse ab, eine Zuzahlung ist dafür nicht vorgesehen und eine ärztliche Überweisung brauchst du auch nicht. Nur Wünsche über diesen Rahmen hinaus vereinbart ihr vorher als Privatleistung, die Hebamme bespricht das offen mit dir. Bist du privat versichert, stellt dir die Hebamme eine Rechnung, die du bei deiner Versicherung einreichst. Was dein Tarif übernimmt, klärst du am besten schon vor der Geburt.

Wann und wie du eine Hebamme suchst

Suche deine Hebamme so früh wie möglich, am besten schon in den ersten Schwangerschaftswochen, etwa ab der achten bis zwölften Woche. Hebammen sind vielerorts früh ausgebucht. Frag deshalb mehrere Hebammen gleichzeitig an und leg dich erst fest, wenn eine zusagt. Die Wochenbettbetreuung ist dabei die wichtigste Leistung, denn sie trägt dich durch die ersten Wochen mit deinem Kind.

Ein guter Startpunkt ist die Hebammensuche. Dort suchst du nach Ort und Leistung, siehst, wer angibt, aktuell neue Klientinnen anzunehmen, und stellst eine unverbindliche Anfrage, kostenlos und ohne Anmeldung. Wirst du dort nicht fündig, helfen dir die Suche deines Hebammenverbands und die Vermittlung deiner Krankenkasse weiter, die viele Kassen anbieten.

Was uwupa damit zu tun hat

uwupa ist das Praxisprogramm, mit dem freiberufliche Hebammen ihre Arbeit ordnen, von der verschlüsselten Dokumentation bis zur Abrechnung mit der Kasse. Für dich als Schwangere ist daran vor allem eines interessant: die Suche nach einer Hebamme in deiner Nähe steht allen offen. Die Hebammen pflegen ihre Angaben dort selbst, auch ob sie gerade neue Klientinnen annehmen, und deine Anfrage geht verschlüsselt direkt an die Hebamme. Ehrlich gesagt ist das Verzeichnis noch jung und nicht in jeder Region gut gefüllt. Eine Anfrage ist zudem eine Anfrage, keine feste Zusage. Ob es passt, klärt ihr im ersten Gespräch.

Häufige Fragen

Wie oft kommt die Hebamme nach der Geburt?
Bis zwölf Wochen nach der Geburt, bei Still- oder Ernährungsfragen auch länger. In den ersten zehn Lebenstagen übernimmt die gesetzliche Kasse bis zu 20 Kontakte, danach bis zu 16 weitere Betreuungstage bis zum Ende der zwölften Lebenswoche. Bei Still- und Ernährungsschwierigkeiten kommen bis zu acht weitere Termine dazu, bei Stillschwierigkeiten bis zum Ende der Abstillphase, bei Ernährungsproblemen bis zum Ende des neunten Lebensmonats. Wie oft die Hebamme tatsächlich kommt, richtet sich nach eurem Bedarf.
Kann ich die Hebamme auch erst nach der Geburt suchen?
Ja, dein Anspruch auf Wochenbettbetreuung besteht auch dann noch. Kurzfristig eine freie Hebamme zu finden ist allerdings deutlich schwerer. Frag im Kreißsaal oder auf der Wochenbettstation nach, nutze die Vermittlung deiner Krankenkasse und frag mehrere Hebammen gleichzeitig an. Entspannter ist es, schon früh in der Schwangerschaft zu suchen.
Brauche ich eine Überweisung für die Hebamme?
Nein. Hebammenhilfe ist eine eigene Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung nach § 24d SGB V. Du wendest dich direkt an eine Hebamme, ohne Rezept und ohne Überweisung. Nur wenn du über den regulären Rahmen hinaus zusätzliche Hilfe brauchst, ist eine ärztliche Anordnung nötig, die vor den zusätzlichen Besuchen vorliegen muss.
Was mache ich, wenn ich keine Hebamme finde?
Weite deinen Suchradius aus und frag mehrere Hebammen gleichzeitig an. Hilfreich sind die Hebammensuche auf uwupa.de, die Suche deines Hebammenverbands und die Vermittlung deiner Krankenkasse. Auch eine Beratung per Video kann eine Lücke überbrücken, wenn vor Ort niemand frei ist. Bei medizinischen Fragen ohne Hebamme wende dich an deine Frauenärztin oder Kinderärztin.

Finde eine Hebamme in deiner Nähe

Suche kostenlos nach Ort und Leistung, sieh, wer gerade neue Klientinnen annimmt, und frage unverbindlich an. Ohne Anmeldung.

Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine ärztliche oder hebammenkundliche Beratung. Bei Fragen zu deiner persönlichen Situation wende dich an deine Ärztin, deinen Arzt oder deine Hebamme.

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