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Hebamme finden

Hebamme finden: Ab wann suchen und anmelden

Kleiner Beistelltisch im hellen Wohnzimmer mit Notizbuch, Kalender, einer Tasse Tee und rosa Babyschühchen.

Der Test ist positiv, die Gedanken überschlagen sich, und irgendwo auf deiner Liste steht: Hebamme suchen. Dieser Punkt gehört weiter nach oben, als viele denken, denn Hebammen sind in vielen Regionen Monate im Voraus ausgebucht. Die gute Nachricht: Mit einem frühen Start und einem einfachen Vorgehen stehen deine Chancen gut. In diesem Beitrag liest du, ab wann du suchen und dich anmelden solltest, wie du die Suche angehst, welche Leistung du zuerst sicherst, wie du eine Beleghebamme findest und was du tust, wenn zunächst keine Hebamme frei ist.

Ab wann solltest du eine Hebamme suchen?

So früh wie möglich: Melde dich, sobald die Schwangerschaft feststeht, etwa ab der achten bis zwölften Schwangerschaftswoche. Das wirkt früh, schließlich liegt die Geburt noch viele Monate entfernt. Aber genau deshalb funktioniert es. Hebammen planen ihre Arbeit nach dem errechneten Geburtstermin und vergeben ihre Plätze oft ein halbes Jahr im Voraus. Wer früh anfragt, kann noch in Ruhe wählen. Wer spät dran ist, nimmt, was übrig bleibt, oder geht im ersten Anlauf leer aus.

Für die Anfrage brauchst du weder einen vollständigen Mutterpass noch abgeschlossene Untersuchungen. Dein errechneter Termin, dein Wohnort und deine Wünsche genügen. Und falls du diesen Beitrag erst später in der Schwangerschaft liest: Zu spät ist es nicht, die Suche wird nur mühsamer. Was dann hilft, liest du weiter unten.

Wie gehst du bei der Suche vor?

Frag mehrere Hebammen gleichzeitig an, nicht eine nach der anderen. Viele Hebammen antworten erst nach einigen Tagen, manche gar nicht, weil sie ausgebucht sind. Wartest du jede Antwort einzeln ab, verlierst du schnell Wochen. Eine Handvoll Anfragen am selben Tag ist darum üblich und völlig in Ordnung, das wissen auch die Hebammen.

In deine Anfrage gehören drei Angaben: dein errechneter Geburtstermin, dein Wohnort mit Stadtteil oder Postleitzahl und die Leistungen, die du dir wünschst. So sieht die Hebamme auf einen Blick, ob sie rund um deinen Termin noch Plätze hat und ob dein Zuhause in ihrem Einzugsgebiet liegt. Sagt eine Hebamme zu, gib den anderen kurz Bescheid. Das ist keine Unhöflichkeit, sondern hält Plätze und Wartelisten für andere Schwangere frei.

Vor der festen Zusage steht meist ein kurzes Kennenlernen, persönlich oder per Video. Dabei merkt ihr, ob es menschlich passt, und klärt, welche Leistungen die Hebamme anbietet und wie sie erreichbar ist.

Sichere zuerst die Wochenbettbetreuung

Wenn du Prioritäten setzen musst, dann so: zuerst die Wochenbettbetreuung, also die Besuche der Hebamme bei dir zu Hause nach der Geburt. Sie trägt dich durch die ersten Wochen mit deinem Kind, von der Rückbildung über das Stillen bis zur Gewichtskontrolle deines Kindes, und läuft bis zwölf Wochen nach der Geburt, bei Still- oder Ernährungsfragen auch länger. Bist du gesetzlich versichert, rechnet die Hebamme direkt mit deiner Krankenkasse ab, eine Überweisung brauchst du nicht. Was die Hebamme im Wochenbett genau für dich tut, liest du im Beitrag zur Wochenbettbetreuung zu Hause.

Alles Weitere lässt sich flexibler ergänzen. Die Vorsorge in der Schwangerschaft kannst du bei der Hebamme, bei deiner Frauenärztin oder im Wechsel machen. Einen Geburtsvorbereitungskurs buchst du bei Bedarf auch bei einer anderen Hebamme oder in einer Geburtsklinik, die gesetzliche Kasse übernimmt dafür bis zu 14 Stunden in der Gruppe. Erst die Wochenbettbetreuung sichern, dann den Rest planen, diese Reihenfolge hat sich bewährt.

Was ist eine Beleghebamme, und wie findest du eine?

Eine Beleghebamme ist eine freiberufliche Hebamme, die nicht beim Krankenhaus angestellt ist, dort aber Geburten betreut. Grundlage dafür ist ein Belegvertrag zwischen ihr und der Klinik. Der Hebammenhilfevertrag unterscheidet zwei Formen: die Dienst-Beleghebamme, die im Schichtdienst der Klinik arbeitet und dir dort zur Seite steht, und die Begleit-Beleghebamme, die du vorher kennenlernst und die dich zur Geburt in die Klinik begleitet. Rund um die Geburt soll eine Beleghebamme möglichst nur eine Gebärende betreuen. Genau das ist für viele Frauen der Grund, eine zu suchen.

Bei der Suche gehst du anders vor als bei der Wochenbettbetreuung: Der Weg führt zuerst über die Geburtskliniken in deiner Umgebung. Frag dort nach, ob das Haus mit Beleghebammen arbeitet und wie du Kontakt zu ihnen bekommst, denn nicht jede Klinik bietet dieses System an. Auch dein Hebammenverband, Hebammenpraxen und Geburtshäuser wissen oft, wer in der Region Geburten begleitet. In der Hebammensuche wählst du bei der Leistung den Punkt zur Geburtsbegleitung und Beleggeburt und siehst, welche der dort eingetragenen Hebammen diese Betreuung anbieten. Das Verzeichnis ist noch jung, es ersetzt die Nachfrage in der Klinik nicht.

Sei früh dran, deutlich früher als bei den übrigen Leistungen. Für eine geplante Begleit-Beleggeburt verlangt der Hebammenhilfevertrag, dass du mit deiner Hebamme vor der 38. Schwangerschaftswoche einen Behandlungsvertrag zur Geburtsbegleitung schließt, samt Aufklärungsgespräch zum gewählten Geburtsort und einer namentlich benannten Vertretung. Den geplanten Geburtsort bestätigst du mit deiner Unterschrift auf der Versichertenbestätigung. Wie die Begleitung bei dir konkret abläuft und was sie umfasst, besprichst du direkt mit der Hebamme und deiner Klinik.

Was tust du, wenn keine Hebamme frei ist?

Absagen gehören leider dazu und sagen nichts über dich aus. Bleib dran und erweitere deinen Radius: Frag Hebammen in Nachbarorten oder anderen Stadtteilen an und lass dich auf Wartelisten setzen. Plätze werden immer wieder frei, weil sich errechnete Termine verschieben oder andere Familien absagen. Eine zweite Anfrage einige Wochen später ist deshalb kein Fehler.

Zusätzlich helfen dir drei Anlaufstellen: die Vermittlung deiner Krankenkasse, die Hebammensuche deines Hebammenverbands und deine Frauenarztpraxis, die oft weiß, wer in der Gegend noch Plätze hat. Steht die Geburt kurz bevor oder ist dein Kind schon da, frag im Kreißsaal oder auf der Wochenbettstation nach. Dein Anspruch auf Wochenbettbetreuung bleibt auch dann bestehen, und für einzelne Fragen kann eine Beratung per Video die Lücke überbrücken.

Die Hebammensuche auf uwupa

Ein Startpunkt für deine Anfragen ist die Hebammensuche auf uwupa.de, kostenlos und ohne Anmeldung. uwupa ist eigentlich ein Praxisprogramm für freiberufliche Hebammen, das Verzeichnis steht aber allen offen. Die Hebammen pflegen ihre Angaben selbst, auch ob sie gerade neue Frauen annehmen, und deine Anfrage geht verschlüsselt direkt an die Hebamme. Ehrlich gesagt ist das Verzeichnis noch jung und nicht in jeder Region gut gefüllt. Nutze es darum als einen Weg von mehreren, nicht als einzigen.

Häufige Fragen

Ab wann sollte ich eine Hebamme suchen?
So früh wie möglich, als Faustregel etwa ab der achten bis zwölften Schwangerschaftswoche. Hebammen planen ihre Plätze nach dem errechneten Geburtstermin und sind vielerorts Monate im Voraus ausgebucht. Für die Anfrage genügen errechneter Termin, Wohnort und die gewünschten Leistungen. Auch eine spätere Suche lohnt sich, sie ist nur mühsamer.
Wie finde ich eine Hebamme in meiner Nähe?
Nutze mehrere Wege gleichzeitig, statt dich auf einen zu verlassen. Bewährt haben sich die Vermittlung deiner Krankenkasse, die Suche des Hebammenverbands, deine Frauenarztpraxis und Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis. Ein weiterer Startpunkt ist die Hebammensuche auf uwupa.de, dort suchst du kostenlos und ohne Anmeldung nach Ort und Leistung und fragst direkt an.
Wie finde ich eine Beleghebamme?
Der Weg führt zuerst über die Geburtskliniken in deiner Umgebung, denn nicht jedes Haus arbeitet mit Beleghebammen. Frag dort nach, ob es ein Belegsystem gibt und wie du Kontakt zu den Hebammen bekommst. Eine Beleghebamme ist eine freiberufliche Hebamme, die nicht beim Krankenhaus angestellt ist und dort auf Grundlage eines Belegvertrags Geburten betreut. Sei früh dran, für eine geplante Begleit-Beleggeburt braucht es einen Behandlungsvertrag vor der 38. Schwangerschaftswoche.
Wie viele Hebammen sollte ich gleichzeitig anfragen?
Mehrere gleichzeitig statt nacheinander. Viele Hebammen antworten verzögert oder gar nicht, wenn sie ausgebucht sind, deshalb kostet es Wochen, jede Antwort einzeln abzuwarten. Nenne in jeder Anfrage deinen errechneten Termin, deinen Wohnort und die gewünschten Leistungen. Sobald eine Hebamme zusagt, gib den übrigen kurz Bescheid.
Ist es in der 30. Schwangerschaftswoche zu spät für eine Hebamme?
Nein, zu spät ist es nicht, freie Hebammen sind dann aber deutlich schwerer zu finden. Nutze die Vermittlung deiner Krankenkasse, die Suche des Hebammenverbands und frag weiterhin mehrere Hebammen gleichzeitig an, auch über Wartelisten. Dein Anspruch auf Wochenbettbetreuung besteht sogar nach der Geburt noch, frag dann im Kreißsaal oder auf der Wochenbettstation nach.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Hebamme?
Ja, Hebammenhilfe ist eine eigene Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung nach § 24d SGB V. Vorsorge, Wochenbettbetreuung und Kurse wie Geburtsvorbereitung rechnet die Hebamme direkt mit deiner Krankenkasse ab, ohne Rezept und ohne Überweisung. Privat Versicherte erhalten eine Rechnung und reichen sie bei ihrer Versicherung ein.

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Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine ärztliche oder hebammenkundliche Beratung. Bei Fragen zu deiner persönlichen Situation wende dich an deine Ärztin, deinen Arzt oder deine Hebamme.

Quellen dieses Beitrags:

  • § 24d SGB V (Hebammenhilfe)
  • Hebammenhilfevertrag nach § 134a SGB V, Anlage 1.1 § 7 (Anforderungen an Beleghebammen, Belegvertrag mit dem Krankenhaus, Betreuung möglichst nur einer Gebärenden), Stand 01.04.2026
  • Hebammenhilfevertrag nach § 134a SGB V, Anlage 1.1 Abschnitt 2 Nr. 2 (202X5: Behandlungsvertrag mit benannter Vertretung vor der 38. Schwangerschaftswoche), Stand 01.04.2026
  • Hebammenhilfevertrag nach § 134a SGB V, Anlage 1.1 Abschnitt 2 Nr. 3 und Nr. 4 (Wochenbett bis zur zwölften Lebenswoche, 168 Einheiten Geburtsvorbereitung), Stand 01.04.2026

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