Hebammen-App für die Abrechnung: Darauf kommt es an

Ein Hausbesuch am Vormittag, ein Kurs am Nachmittag, dazwischen Fahrten quer durch den Ort. Deine Leistungen entstehen unterwegs. Trotzdem landet die Abrechnung bei vielen Hebammen erst abends auf dem Schreibtisch, aus dem Gedächtnis und von Zetteln. In diesem Beitrag liest du, worauf es bei einer Hebammen-App für die Abrechnung wirklich ankommt und welche Fragen du stellen solltest, bevor du dich festlegst.
Warum die Abrechnung aufs Handy gehört
Die Abrechnung gehört aufs Handy, weil deine Leistungen dort entstehen, wo kein Schreibtisch steht. Ein Besuch im Wochenbett wird nach dem Hebammenhilfevertrag in Einheiten von jeweils fünf Minuten abgerechnet, die Fahrt dazu als Wegegeld je Kilometer. Wer Uhrzeit und Strecke erst abends aus dem Gedächtnis abtippt, verliert Zeit, vergisst Wegstrecken und riskiert, am Ende weniger abzurechnen, als ihr zusteht.
Dazu kommt die Genauigkeit. Was du direkt an der Tür festhältst, stimmt. Was du dir für später merkst, wird unscharf, gerade bei Kilometern und Uhrzeiten. Und aus dem einen ruhigen Schreibtischabend pro Woche werden schnell mehrere, wenn sich die Zettel stapeln.
Was eine gute App können muss
Eine gute Hebammen-App erfasst den Besuch mit Uhrzeit und Dauer direkt vor Ort, hält die gefahrenen Kilometer fest, liest Belege per Foto statt Abtippen und zeigt dir unterwegs deine Termine. Genauso wichtig ist der Schutz der Daten: alles verschlüsselt gespeichert, nichts über unsichere Nachrichten verschickt und möglichst keine Gesundheitsdaten, die dauerhaft auf dem Handy liegen.
Besuch mit Dauer und Strecke direkt an der Tür erfassen
Der wichtigste Handgriff ist der schnellste: Besuch auswählen, Uhrzeit und Dauer eintragen, fertig. Die 5-Minuten-Einheiten für die Kasse sollen sich daraus von selbst ergeben. Die Kilometer des Tages trägst du einmal ein. Besuchst du mehrere Frauen auf einer Fahrt, muss die App die Strecke anteilig aufteilen, denn doppelt abrechnen darfst du sie nicht. Wie diese Aufteilung genau gerechnet wird, liest du im Beitrag zum Wegegeld. Gut zu wissen: Über 25 Kilometer ist ein Weg nur bis höchstens 50 Kilometer und nur aus bestimmten, im Vertrag genannten Gründen abrechenbar, die in der Abrechnung vermerkt werden. Auch daran sollte dich die App erinnern.
Beleg fotografieren statt abtippen
Unterschriebene Leistungsnachweise, Verordnungen oder der Mutterpass sind Papier. Eine gute App liest den Text aus dem Foto und füllt Datum oder Kilometer schon vor, sodass du nur noch kurz prüfst. Achte dabei auf einen Punkt: Die Texterkennung sollte direkt auf deinem Gerät laufen und das Foto dafür nicht ins Internet schicken. So bleiben die Daten der Frauen bei dir.
Termine unterwegs
Zwischen zwei Besuchen willst du sehen, wer als Nächstes dran ist und wo. Eine Tages- und Wochenansicht mit den nötigen Angaben gehört darum aufs Handy. Praktisch ist ein Kalender-Abo für deinen Handy-Kalender, das nur die Art des Termins zeigt und keine Namen. So verrät ein Blick auf deinen Sperrbildschirm nichts über die Frauen.
Verschlüsselung auch mobil
Auf dem Handy gilt dasselbe Schutzniveau wie am Rechner. Die Daten müssen verschlüsselt gespeichert sein, die Anwendung sollte dich nach einiger Zeit ohne Nutzung automatisch abmelden, und du solltest deinen Zugang doppelt sichern können. Frag den Anbieter konkret, was verschlüsselt ist und wer mitlesen kann. Eine ehrliche Antwort nennt Grenzen, statt pauschal alles zu versprechen.
Browser-Anwendung oder App aus dem Laden
Beide Wege können gut umgesetzt sein. Eine App aus dem Laden wird auf dem Handy installiert und über den Laden aktualisiert. Eine Web-Anwendung läuft im Browser auf jedem Gerät, ist immer auf dem neuesten Stand und lässt sich wie eine App auf den Startbildschirm holen. uwupa geht bewusst den zweiten Weg, damit keine Gesundheitsdaten auf dem Gerät liegen bleiben.
Der Unterschied zeigt sich vor allem beim Speichern. Eine installierte App kann Daten auf dem Gerät ablegen, dann funktioniert mehr ohne Empfang, dafür müssen diese Daten auf dem Handy geschützt werden. uwupa speichert die Daten der Frauen nie auf dem Gerät zwischen. Feste Teile der Anwendung zeigt dein Handy auch ohne Empfang, für die Dokumentation brauchst du eine Verbindung. Geht dein Handy verloren, bleibt dafür nichts von den Frauen darauf zurück.
Datenschutz in der Kitteltasche
Auf dem Handy gelten dieselben Regeln wie in der Praxis. Sperre dein Gerät mit Code oder Fingerabdruck, melde dich ab, wenn andere dein Handy nutzen, und verschicke keine Daten der Frauen über private Nachrichtendienste. Fotos vom Mutterpass oder von der Versichertenkarte gehören in die geschützte Dokumentation, nicht in einen Nachrichtenverlauf, der auf dem Gerät liegen bleibt.
Für den Austausch mit den Frauen ist eine geschützte Seite der bessere Weg, auf der jede Frau nur ihre eigenen Unterlagen sieht. Was rechtlich hinter alldem steht und wie du deine Praxis insgesamt aufstellst, liest du im Beitrag zum Datenschutz in der Hebammenpraxis.
Wie uwupa dir das abnimmt
uwupa ist dafür gebaut, dass du unterwegs arbeitest. Du erfasst den Besuch mit Uhrzeit und Kilometern direkt an der Tür, bei mehreren Frauen auf einer Fahrt teilt uwupa das Wegegeld automatisch auf. Belege fotografierst du, die Texterkennung läuft direkt auf deinem Gerät und füllt die Felder vor. Alles liegt sicher verschlüsselt, und deine Altdaten übernimmst du ab der Stufe Pro als Datei, ohne Abtippen. Die klinische Dokumentation ist in jeder Stufe enthalten, die Direktabrechnung an die Kasse gehört zur Stufe Premium, die noch in Vorbereitung und nicht buchbar ist.
uwupa kostet fest 14,90, 24,90 oder 34,90 Euro im Monat als Endpreis, ohne Anteil von deinem Umsatz, und ist monatlich kündbar. Du testest 30 Tage kostenlos, mit einer Empfehlung 60 Tage. Was uwupa unterwegs alles kann, siehst du bei den Funktionen.
Häufige Fragen
Gibt es uwupa im App-Laden?
Funktioniert eine Hebammen-App auch ohne Empfang?
Sind fotografierte Belege in einer Hebammen-App sicher?
Das nimmt dir uwupa ab
Den Papierkram dahinter übernimmt uwupa: Du hältst deine Besuche fest, die fertige Rechnung für die Kasse entsteht daraus. Abbuchung erst nach dem Test, monatlich kündbar.
Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich ist der jeweils geltende Vertragsstand des Hebammenhilfevertrags nach § 134a SGB V.
Weiterlesen
Wegegeld als Hebamme korrekt berechnen: gefahrene Strecke, anteilig, gerundet
Abgerechnet wird die tatsächlich gefahrene Strecke je Kilometer, anteilig bei mehreren Frauen und auf volle Kilometer gerundet. So rechnest du dein Wegegeld sauber ab.
Weiterlesen
Datenschutz Hebamme DSGVODatenschutz in der Hebammenpraxis: DSGVO, Verschlüsselung und sichere Übergabe
Schweigepflicht, DSGVO und ein sicherer Weg für Mutterpass und Co. statt WhatsApp. Ruhig und praxisnah erklärt.
Weiterlesen
Hebammensoftware VergleichHebammensoftware auswählen: Kriterien und Checkliste
Die eine beste Hebammensoftware gibt es nicht, aber sieben Kriterien, die du selbst nachprüfen kannst. Mit einer Checkliste für die Testphase, vom echten Wochenbettbesuch bis zur fertigen Rechnung.
Weiterlesen